Hundeerziehung bewegt sich zwischen dem Wunsch nach klarer Orientierung und der Realität individueller Lebenssituationen. Der Wunsch nach festen Regeln oder nach einer Methode, die Sicherheit gibt und verlässlich funktioniert, ist dabei nachvollziehbar. Unsere Hunde bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit, ebenso wie wir Menschen. Persönlichkeiten, Lernerfahrungen und Lebensbedingungen wirken zusammen und prägen das gemeinsame Zusammenleben. Hundeerziehung lässt sich deshalb nicht losgelöst von ihrem jeweiligen Kontext betrachten.
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Lernen durch Verknüpfung – Konditionierung verstehen
3. Teil: Was lernt mein Hund tatsächlich, wenn ich ihm etwas beibringe?
Im letzten Beitrag ging es darum, wie wir das Lernen für unsere Hunde so gestalten können, dass es leicht und verständlich bleibt (2. Teil: Vom Plan zum gemeinsamen Lernen). Jetzt schauen wir genauer hin, was eine Übung bedeutet und was unser Hund dabei tatsächlich lernt.
Bevor wir mit einer neuen Übung beginnen, lohnt es sich, dass wir uns klar machen, was wir unserem Hund beibringen wollen. Der erste Schritt ist, die Übung selbst zu definieren und zwar möglichst objektiv. Danach wird sie in kleine, gut machbare Schritte aufgeteilt. Stichwort Kleinschrittigkeit. So machen wir es unserem Hund und auch uns leichter.
Nehmen wir als Beispiel das Signal Platz.
Ich frage mich als Mensch: Was soll mein Hund tun, wenn ich Platz sage?
Lernen durch Verknüpfung – Konditionierung verstehen
2. Teil: Vom Plan zum gemeinsamen Lernen
Manche Situationen im Alltag brauchen klare Signale, also Worte, die Orientierung geben. Beispiele sind Rückruf, Stopp oder auch Sitz, Platz und Bleib. Es sind sozusagen die Vokabeln, die wir gemeinsam üben, das formale Lernen. Wie beim Vokabelpauken früher: verstehen, wiederholen, vertiefen und festigen. Das sind die ersten Schritte.
Lernen durch Verknüpfung – Konditionierung verstehen
1. Teil: Klassische und operante Konditionierung
Immer mal wieder wird es hier rund um die Themen des Lernens gehen. Heute beginne ich mit dem Thema Konditionierung.
Das Thema ist umfangreich, deswegen wird es ein Zwei- oder Dreiteiler werden. Im ersten Teil geht es um die klassische und die operante Konditionierung, also zwei grundlegende Formen des Lernens.
Es wird diesmal etwas theoretischer, aber das ist ein gutes Fundament für das, was noch kommt.
Der Anfang ist der Schlüssel – Warum Veränderungen vor dem sichtbaren Problem liegen
Was mache ich, wenn mein Hund nicht auf meinen Ruf reagiert? Wie gehe ich damit um, wenn mein Hund in bestimmten Situationen nicht mehr an lockerer Leine läuft? Was mache ich, wenn er plötzlich den Nachbarn anbellt? Was tun, wenn er auf Artgenossen reagiert oder einem Jogger hinterherläuft? Was mache ich, wenn …?